Nepal liegt uns am Herzen

Nepal liegt uns am Herzen

Nepal liegt uns am Herzen

Die Katastrophe in Nepal vom 26. August hat uns tief getroffen. In den vergangenen Tagen war es von unserer Seite etwas stiller, denn für uns war zunächst das Wichtigste, im engen Austausch mit unseren Partnern, Werkstätten und Teams vor Ort zu sein und sicherzugehen, dass es allen gut geht.

Wir sind sehr erleichtert, sagen zu können, dass alle Menschen aus unseren Teams wohlauf sind. Niemand wurde verletzt oder wird vermisst und nach unserem aktuellen Stand ist auch niemand aus ihren Familien direkt zu Schaden gekommen.

Inzwischen wissen wir auch mehr darüber, was passiert ist. Was zunächst vielerorts als Flut oder sogar als Erdbeben gemeldet wurde, begann hoch im Himalaya mit einem gewaltigen Bergsturz: In rund 5.000 Metern Höhe brach eine grosse Felsmasse ab und riss einen Teil eines Gletschers mit sich. Fels und Eis stürzten mehr als 1.000 Meter in die Tiefe und entwickelten sich zu einer gewaltigen Schutt- und Gerölllawine. Auf ihrem Weg ins Tal nahm sie immer mehr Gestein, Eis und Wasser auf und löste schliesslich die verheerende Flutwelle in den tiefer gelegenen Tälern aus.

Die Dimension dieses Ereignisses ist schwer zu begreifen. Nepal ist seit vielen Jahren ein wichtiger Teil von OBO und auch von meinem persönlichen Leben. Durch meine Arbeit vor Ort kenne ich viele der Menschen, Familien und Strukturen persönlich. Umso mehr nimmt es mich mit, zu sehen, wie ein Land, das immer wieder mit schweren Naturkatastrophen konfrontiert wird, erneut von einer Katastrophe dieses Ausmasses getroffen wurde.

Wir stehen weiterhin in engem Austausch mit unseren Freunden, Werkstätten und Teams vor Ort.

Für alle, die genauer verstehen möchten, was dort passiert ist: Der Hydrogeomorphologe Christoff Andermann, der die Region seit vielen Jahren erforscht, erklärt den Ablauf und die Hintergründe in diesem Interview sehr anschaulich:

Interview mit Christoff Andermann in DIE ZEIT – „Von da aus ging es im freien Fall über 1.000 Meter nach unten“

Wenn ihr helfen möchtet

Einige von euch haben uns gefragt, wie und wo man am besten unterstützen kann. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken.

Meine persönliche Empfehlung ist, Spenden möglichst direkt nach Nepal zu senden. Ich persönlich bevorzuge direkte, lokale Unterstützung gegenüber grossen internationalen Hilfsstrukturen. Durch meine langjährige Arbeit und meine persönlichen Verbindungen in Nepal ist es mir wichtig, möglichst direkt zu unterstützen und nachvollziehen zu können, wo die Hilfe ankommt.

Eine Möglichkeit ist eine direkte Überweisung an den Prime Minister Disaster Relief Fund in Nepal:

Banküberweisung in USD
Empfänger: PM DAIBI PRAKOP UDAR KOSH
Account Number (USD): 01905631210046
Bank: Himalayan Bank Limited
Branch: Kamaladi Branch
Branch Address: Kamaladi, Kathmandu, Nepal
SWIFT: HIMANPKA oder HIMANPKAXXX

Empfängeradresse:
Office of the Prime Minister and Council of Ministers
Singha Durbar
Kathmandu 44600
Nepal

Alternativ könnt ihr auch die Women’s Foundation Nepal unterstützen. Mit dieser Organisation habe ich selbst zusammengearbeitet und kenne die Menschen dahinter persönlich. Deshalb kann ich sie aus eigener Erfahrung empfehlen.

Wenn ihr Fragen habt oder wissen möchtet, welche Unterstützung momentan vor Ort sinnvoll ist, könnt ihr euch natürlich auch jederzeit direkt bei uns melden.

Jeder Beitrag zählt. Danke an alle, die Nepal und die Menschen vor Ort in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

Von Zürich nach Nepal – mit ganz viel Liebe und Verbundenheit.

Felix & OBO